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Baptistische Pfadfinder jetzt auch im Landesverband Berlin – Brandenburg... Gemeinde Berlin-Weißensee bereichert mit Pfadfinderarbeit ihren Kiez …
Berlin-Weißensee. Seit einem halben Jahr treffen sich ungefähr 30 christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Gemeindehaus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde im Berliner Stadtteil Weißensee und bereichern nicht nur die Jugendarbeit im Kiez sondern des gesamten Landesverbandes Berlin-Brandenburg. Denn die Berliner Pfadfindergruppe gehört zur Baptistischen Pfadfinderschaft, die es bis dahin in vielen anderen Landesverbänden schon gab, aber noch nicht in Berlin. Doch seit Herbst können Kinder und Jugendliche aus Weißensee unabhängig ihrer konfessionellen oder nicht konfessionellen Orientierung bei den baptistischen Pfadfindern mitmachen und lernen Kirche entgegen dem üblichen Klischee ganz anders kennen.
"Fast jeder Mensch hat eine Vorstellung davon, was Pfadfinder alles so machen." Erzählt Susanne Milkowski (Berlin-Weißensee), die als Mitarbeiterin diese Arbeit in ihrer Gemeinde mit initiiert hat und sich dort als Gruppenleiterin aktiv einbringt. "Hauptsächlich bringen die Menschen," so Susanne Milkowski, "auf der Straße unsere Pfadfinderarbeit mit Natur, Musik und natürlich auch mit Lagerromantik und dem Abenteuer auf Fahrt in Verbindung. Und diese Mischung sei besonders für die Kinder in der Großstadt ein interessantes Angebot."
Dass aber noch jede Menge anderer Spaß wie z.B. Sport, Handwerk und Musik die Pfadfinderarbeit so vielseitig macht, weiß Gemeindepastor Torsten Milkowski (Berlin-Weißensee) aus eigener Erfahrung zu berichten, der selber seit seinem zehnten Lebensjahr bei den christlichen Pfadfinder aktiv ist. Als seine Frau und er aus Hannover vor eineinhalb Jahren in die Gemeinde nach Berlin-Weißensee wechselten, stellten sie verwundert fest, dass es in diesem Stadtteil noch keine Pfadfinderarbeit gab. Im Gespräch mit der Gemeinde wurde schnell klar, dass die Gemeinde die Chance mit ihrem neuen Pastor nutzen wollte, durch den Aufbau der Pfadfinderarbeit das jugendkulturelle Angebot in Weißensee zu bereichern. Denn nach wie vor ist die Pfadfinderarbeit die größte und weltweit bekannteste Form der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie wurde vor mehr als 100 Jahren durch einen Engländer namens Baden Powell ins Leben gerufen.
Mit ihren Grundwerten wie auch dem erfahrungs- und erlebnisorientierten pädagogischen Grundsatz: "Lernen durch Ausprobieren – learning by doing" ist die Arbeit nicht nur in Deutschland, sondern weltweit in der Jugendhilfe anerkannt.
"Der Freiraum, die Zeit zum Ausprobieren und die Abenteuerlust machen genauso wie das nötige theoretische Wissen in ihrer Mischung diese Arbeit mit Kindern und Jugendlichen so spannend," freut sich der Pastor der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde, der im letzten Herbst mit interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Gemeinde Eltern aus Weißensee kurzerhand zu einem Informationsabend einlud. Schnell konnte dann eine größere Kindergruppe sowie Pfadfindergruppe gegründet werden, zu der immer mehr Kinder und Jugendliche dazu stoßen. Mittlerweile ist die Gründungsarbeit der Pfadfinder in Weißensee auf 30 christliche Pfadfinder angewachsen.
Durch verschiedene Aktionen, wie zum Beispiel durch Legobautage für Kinder im Kiez oder Stockbrotbacken auf den Stadtfesten, machen die Pfadfinder im kommunalen Leben weiter auf sich aufmerksam. Denn die Weißenseer Pfadfinder haben sich zum Ziel gesetzt, dass sie das Leben in ihrem Stadtteil als feste Größe ihres Kiezes mitgestalten.
Torsten Milkowski, Berlin 2010-02-16

 


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